Salon Iris Digital FineArt Printing | Glossar
Salon Iris Digital FineArt Printing
Salon Iris bla bla

Wichtige Begriffe im Digitaldruck

Additive Farbmischung
Auf den additiven Grundfarben Rot, Grün und Blau (RGB Farbraum) basierendes Farbsystem. In der Mischung ergeben die Grundfarben Weiß. Das Verfahren lässt sich am besten durch die Mischung von Lichtfarben veranschaulichen. Fernseher und Computermonitore basieren auf der additiven Farbmischung. Digitalkameras und Scanner "sehen" ebenfalls im RGB Farbmodus.

A/D Wandlung
Bei der A/D (Analog/Digital) -Wandlung werden die erzeugten Spannungssignale von den einzelnen Pixeln des CCD-Sensors der Digitalkameras in digitale (Helligkeits-) Werte umgesetzt. Während die Spannungssignale prinzipiell beliebig differenzierbar sind (beispielsweise 0,1 Volt, 0,11 Volt, 0,111 Volt) und somit theoretisch unendlich viele Helligkeitsabstufungen des Motivs wiedergeben können, ist die Palette der digitalen Werte klar begrenzt. Die Anzahl der Abstufungen, die für die Umsetzung einer bestimmten Spannungsbandbreite zur Verfügung stehen, bestimmt die Farbtiefe.

Adobe Photoshop
Das Bildbearbeitungsprogramm (aktuelle Version CS 3) ist quasi Standard für den Bereich der digitalen Bildbearbeitung  http://www.adobe.com/

Auflösung
Anzahl der Bildelemente (Pixel) oder Druckpunkte pro Längen- oder Flächeneinheit. (siehe auch dpi, ppi, lpi). Typische Auflösung für den Druck von Halbtonbildern sind 300 dpi.

Bit
Binary Unit; steht für die kleinste Informationseinheit im binären Zahlencode, also 0 oder 1.

Bitmap
einfachstes Grafikformat, bei dem die Bildpunkte innerhalb eines zweidimensionalen Koordinatensystem mit einem x,y-Wert (Lage des Bildpunktes) und einem Farbwert beschrieben werden.

Byte
binäres Datenpaket aus 8 Bit, ein Byte kann 256 Zahlen, Zeichen oder Farbwerte darstellen (alle denkbaren Kombinationen aus 8 Zeichen betragen 2 hoch 8 = 256).

CCD
Abkürzung für Charge Coupled Device, ein elektronisches Bauteil, das in Scannern Digitalfoto- und Videokameras eingesetzt wird. Ein CCD-Sensor besteht aus einer Vielzahl winziger, ladungsgekoppelter Halbleiter (Fotodioden), die analog zur Helligkeit des vom erfassten Motivdetail reflektierten Lichts eine bestimmte Spannung erzeugen. Das Aufnahmemotiv wird - ähnlich wie durch das Facettenauge eines Insekts - mosaikartig erfasst und in ein analoges Spannungssignal umsetzt. Bei der A/D-Wandlung wird der analoge Spannungswert für jeden Bildpunkt in einen digitalen Helligkeitswert umgesetzt.

CIE (Commission Internationale de l'Eclairage)
Eine internationale Normenkommission, die eine Reihe von Standards für die Farbdefinition entwickelt hat, z.B. den CIEXYZ, CIELUV, CIELAB-Farbraum. Diese Normvorgaben sind Grundlage für die Farbdefinition in DTP-Standards wie z.B.: Postscript Level 2.

CIELab
Farbraum zur Darstellung von Farbe in einer dreidimensionalen Matrix. Dieser eignet sich besonders für die Messung kleiner Farbabstände und wurde von der Comission Internationale d´Eclairage (CIE) standardisiert. L steht für Helligkeit (Luminanz), a für den Rot-Grün-Wert, b für den Gelb-Blau-Wert.

CMYK
subtraktive Grundfarben Cyan, Magenta, Yellow und Schwarz für den Vierfarbendruck. K (Key) steht für die Skelettfarbe Schwarz, um Verwechslungen mit dem S für Sättigung/Saturation auszuschließen. Diese vier Druckfarben sind in Europa genormt, daher begegnet uns auch der Begriff Euroskala für dieses Farbsystem, eine weitere gebräuchliche Abkürzung ist "4c", in den USA SWOP (Specification for Web Offset Publications).

Color Management System
CMS soll für einheitliche Farben über Ein- und Ausgabegeräte hinweg sorgen, damit das gedruckte Endergebnis bestmöglich der Vorlage entspricht. Für Scanner, Monitor und Farbdrucker werden (ICC)Profile angelegt, die dann zusammen mit den Bilddaten zum nächsten Bearbeitungsschritt an das folgende Gerät weitergegeben werden.

Dateiformat
Beschreibt den Inhalt von Dateien. Bekannte Dateiformate sind z.B. .txt für Text, .doc für ein Word-Dokument und .tif für "TIFF"-Bilder. Die bekanntesten Dateiformate sind TIFF, EPS, JPEG (-> Komprimierung).

Digitalisierung
CCD-Elemente oder Photomultiplier in digitalen Kameras oder Scannern setzen Bildpunktinformationen proportional zu Farbe und Dichte in eine Ladung bzw. Strom um, der bei der nachfolgenden Analog-Digital-Wandlung (AD-Wandlung) als digitale Information codiert wird.

Dithering
(engl.) Ein Verfahren, bei dem benachbarten Pixeln eine (Zwischen-)Farbe zugewiesen wird, um in einem Bitmap-Bild mehr Farb- oder Tonwertabstufungen zu simulieren, als tatsächlich vorhanden sind.

dpi - dots per inch
Maß für die geometrische Auflösung eines Bildes im Druck. Ein inch (1") entspricht 2,54 cm.

dot
Kleinstes Rasterelement eines Bildes. Mehrere dots ergeben zusammengefasst jeweils ein Pixel, (z.B. bedeutet die Angabe 8 bit Farbtiefe, dass drei "Schichten" von jeweils 256 dots "übereinanderliegen" (= 1 Pixel).

Duplex
Ein Druckverfahren, bei dem ein Monochrom-Bild mit zwei Farben oder mit einer einzigen Farbe in zwei Durchgängen gedruckt wird, um einen größeren Tonwertumfang zu erhalten oder einen speziellen Effekt zu erzielen.

EBV
dt. Abk. f. Elektronische Bildverarbeitung

EPS
Encapsulated Postcript; Dateiformat auf dem Postscript-Standard basierend.

Farbraum
Modell zur Darstellung von Farben durch meßbare Werte. Manche dieser Modelle sind geräteabhängig, z.B. der RGB-Farbraum für Monitore (Lichtfarben) oder der CMYK-Farbraum für Drucker (Prozessfarben). Andere Farbräume basieren auf mathematischen Modellen und sind geräteunabhängig, z. B. CIE. Der Farbraum ist ein 3- bzw. bei CMYK 4-dimensionales Denkmodell aller Farben. Farben können z.B. nach Anteil von Rot, Grün und Blau (RGB-Farbraum), oder nach Farbwert, Sättigung und Helligkeit (HSB-Farbraum), oder nach Farbwert-X-Achse, Farbwert- Y-Achse und Helligkeit ( XYZ-Farbraum) oder nach Anteil von Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz (CMYK) abgebildet werden. Die unterschiedlichen Farbräume enthalten nicht alle die selben Farben. Unterschiedliche Geräte: z.B. Monitor, Scanner oder Drucker haben jeweils einen eigenen Farbraum. Die Anpassung der Farben vom einen Farbraum in den anderen ist die Hauptaufgabe des Colormanagements.

Farbtemperatur
Eine in Grad Kelvin ausgedrückte Maßeinheit zur Bestimmung der Farbe des Lichtes. Im graphischen Gewerbe werden damit speziell die Lichtquellen der Betrachtungsgeräte für Originale, Dias oder Andrucke gemessen. Die Normen dafür liegt bei 5000 Grad Kelvin (D50). Kunstlicht/Glühlicht entspricht ca. 3200 Kelvin, Tageslicht kann bis zu 20.000 Kelvin (blauer Mittagshimmel) betragen.

Farbtiefe
Informationsmenge, mit der die Farbe eines Bildpunktes beschrieben wird. Für qualitativ hochwertige Reproduktionen sind 8 Bit pro Farbe erforderlich. Mit 8 Bit(=1 Byte) können 2 hoch 8 = 256 Farbschattierungen dargestellt werden. 3 x 8 Bit ergeben dementsprechend 256 x 256 x 256 = 16,7 Millionen Farben, d.h. unter "RGB 8bit/24bit" versteht man die theoretische Darstellung von 3x 256 = 16,7 Mio. Farbschattierung. Profiscanner und Digitalkameras können auch Daten mit größerer Farbtiefe (10bit, 12bit bzw. 14bit) erfassen die Photoshop als 16bit Datei verarbeiten kann. Der Vorteil einer 16bit/48bit Datei besteht darin, daß es bei Farbkorrekturen, Kontrast und Helligkeitsänderungen zu keinen sog. Posterizing-Effekten (Farbabrissen, Stufen) kommt.

Farbseparation
Konvertierung eines RGB Farbbildes in die für den CMYK Druck erforderlichen subtraktiven Grundfarben Cyan, Magenta, Gelb und Schwarz. Das Schwarz wird als Zusatzfarbe für eine bessere Tiefenwirkung mitgedruckt.

Gamut
Farbumfang der darstellbaren Farben z.B. eines Druckers. Abhängig vom Druckverfahren, dem Farbraum der verwendeten Farbstoffe sowie den Bedruckmaterialien.

Gamut-Mapping
(engl.) RGB-Farbräume sind sehr viel größer als druckspezifische CMYK-Farbräume. Da die Farbräume weder in ihrer Größe noch Lage deckungsgleich sind, kann in den meisten Fällen ein RGB-Farbraum nicht direkt und formelhaft in einen CMYK-Farbraum umgerechnet werden, zumindest dann nicht, wenn hohe Qualität gefordert ist. Eine direkte Umrechnung würde dazu führen, daß im Bereich stark gesättigter Farben ein Zeichnungsverlust auftritt. Daher wird für die Druckfarbenseparation eine Transformationsmethode verwendet, die eine Farbraumanpassung oder -stauchung ermöglicht. Dieses Verfahren wird als Gamut-Mapping bezeichnet. Dabei werden Farben, die außerhalb des Zielfarbraums liegen, in diesen hineingezogen, wobei die ursprünglichen Farbunterschiede erhalten bleiben. Gamut-Mapping hat also entscheidenden Einfluß auf die Qualität der Farbraumtransformation (RGB>CMYK).

Histogramm
Darstellung der Tonwertverteilung in einem Bild. Für jede der 256 Stufen in einem digitalen Bild wird die Zahl der Bildpunkte ermittelt, die diesen Wert repräsentiert. Die Tonwertkurve stellt diese Verteilung optisch dar.

ICC
International Color Consortium. Sog. ICC Profile beschreiben die Eigenschaften von Ein- und Ausgabegeräten (Scanner, Drucker) sowie von Monitoren und dienen in einem Color Management Workflow zur durchgängig farbrichtiger Darstellung und Bearbeitung digitaler Bilder.

Interpolation
Verfahren zur Vergrößerung oder Verkleinerung von Bilddateien durch Hinzurechnen bzw. Eliminieren von Zwischenwerten. Die Güte und die Intensität des Interpolationsverfahrens entscheidet über die resultierende Bildqualität.

IT8
Sog. IT8 Targets sind Referenzen in Form standardisierter Farbvorlagen zur Kalibrierung von Scannern, Monitoren und Ausgabegeräten. Die IT8 Referenz gibt es als Diapositiv in verschiedenen Größen und als Aufsichtsvorlage.

JPEG
Mit der Joint Photographic Expert Group-Kompression werden Bilder zerlegt und komprimiert. Qualitätsverluste an Textur und an Farbe müssen einkalkuliert werden.

Kalibrieren
Linearisieren von Eingabe und Ausgabegeräten sowie Monitoren. Einmal kalibrierte Geräte werden mittels Spezialsoftware profiliert. Die sog. ICC Profile beschreiben die Eigenschaften der Geräte und dienen in einem Color Management Workflow zur farbrichtigen Darstellung und Ausgabe der digitalen Bilder.

Komprimierung
Reduktion der Datenmenge, um Speicherplatz oder Übertragungszeiten zu sparen. Bekannte Standards sind JPEG, MPEG, LZW(verlustfrei). Das grundsätzliche Verfahren: Bei der Komprimierung eines Bildes werden je nach Grad der Komprimierung Pixel mit gleichen oder ähnlichen Tonwerten zusammengefaßt. Die Komprimierung kann so gewählt werden, daß entweder die gesamte Bildinformation erhalten bleibt, wobei der Grad der Komprimierung zwangsläufig geringer ist, oder auf Kosten der Qualität stärker komprimiert wird.

lpi
lines per inch, Maß für die Rasterweite bei Drucken

MB/Megabyte
(MB = engl. Abk. für Megabyte = Million of Bytes) Maßeinheit für digitale Daten. 1 Megabyte entspricht 1.024 Kilobytes (KB) bzw. 1.048.576 Bytes.

Mbit/Megabit
(Mbit = engl. Abk. für Megabit = Million of Bits) Dateneinheit. Oft gebraucht im Zusammenhang mit der Übertragungskapazität von Kommunikationsgeräten oder Netzwerken pro Sekunde.

Medienneutraler Workflow
Die Digitalisierung, Bearbeitung und Archivierung von Bilddaten erfolgt in einem möglichst großen standardisierten Farbraum (RGB bzw. Lab) mit eingebetteten ICC Profilen und möglichst 16bit Farbtiefe (3x 65536 Abstufungen). Das gewährleistet die bestmögliche Qualität für unterschiedlichste Ausgabeverfahren (von Internet bis Hexachrome/Siebenfarben-Druck) sowie für zukünftige Bildverarbeitungs- und Ausgabetechnologien.

Metamerie
Metamerie ist das Phänomen wenn die Farbe von zwei Gegenständen unter bestimmten Lichtbedingungen ident wirken unter einer anderen Lichtquelle jedoch voneinander abweichen. Farbempfinden resultiert aus der Relation Objekt-Lichtquelle-Betrachter.

Postscript
Von Adobe entwickelter Standard für die Speicherung von Bild- und Textdokumenten. Der Vorteil von Postscript ist, daß Dokumente weitgehend geräteunabhängig beschrieben werden können, d.h. zum Beispiel die Auflösung eines Bildes wird erst im Gerät festgelegt, das die Dokumente ausgibt. Dazu ist ein Postscript-Interpreter notwendig, der die im Dokument implementierten Vorgaben an die gerätespezifischen Eigenschaften anpaßt. Postscript Level 2 beinhaltet unter anderem eine Verbesserung der farbmetrischen Fähigkeiten, da der CIE-Referenzfarbraum bereits integriert ist.

ppi
(engl. Abk. Pixel per inch) Maßeinheit für die Auflösung gescannter Bilder. Die Auflösung von Eingabegeräten (z.B. Scannern) wird in ppi angegeben.

Rasterweite
Anzahl der Rasterpunkte die pro inch dargestellt werden können. Angabe in Linien pro cm l/cm oder Linien pro inch lpi. 60er Raster meint 60 L/cm, und entspricht ca. 150 lpi.

RGB
Abkürzung für Rot, Grün, Blau. Die drei Lichtfarben ergeben zusammen weißes Licht und sind die Primärfarben der additiven Farbmischung, nach deren Prinzip unter anderem Farbmonitore, Scanner- und Digitalkamera-Sensoren arbeiten.

RIP
Raster Image Prozessor; wandelt Postscript-Daten für den Druck um. Entweder als selbständiger Rechner (Hardware-RIP) oder als Software-RIP. Ein RIP "übersetzt" digitale Daten vom Rechner zum Drucker. Es übernimmt die Aufgabe der Postscript Interpretation sowie Layout-, Workflow- und Colormanagement-Funktionen.

Subtraktive Farbmischung
Farbsystem mit den Grundfarben Cyan, Magenta und Gelb, bei dem die
Absorption von Wellenlängenbereiche des Spektrums beschrieben wird. Das Ergebnis einer Mischung ist immer dunkler als die Ursprungsfarbe.

TIFF
Tagged Image File Format, häufig verwendetes Dateiformat in der Bildverarbeitung. Kompatibel zu den meisten Programmen und Betriebssystemen.

UCR
Under Color Removal; Unterfarbenkorrektur, Verfahren zur Reduktion des Farbauftrags im Mehrfarbendruck, äquivalente CMY-Farbmengen werden durch Schwarz ersetzt. Das Resultat ist eine stabilere Grauachse - jedoch möglicherweise vergraute Hauttöne.